Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht Runa mit Greivind am 4. Lebenstag: (c) Beate Kosmale
Ausbildung:  

Achtung: Dieses "Spiel" ist eine Ausnahme und nicht zur Nachahmung empfohlen! (c) Ursula Schlichting

Bereits in den ersten Lebenstagen sollen sich meine Fohlen am ganzen Körper anfassen lassen, damit ich zur Not tiermedizinisch eingreifen kann. Imprinting lehne ich ab. Meine Fohlen dürfen Pferdekinder sein, müssen aber ihre Grenzen kennen. In den ersten Wochen lernen sie ganz nebenbei, ruhig neben der Mutter angebunden zu stehen, wenn diese geputzt wird. Hufe hochheben wird zunächst spielerisch auf der Weide geübt und bald angebunden und beim Schmied zur Selbstverständlichkeit. Die wohlerzogene Mutterstute ist immer das beste Vorbild und Lehrmeister für ihr Fohlen!
Meine Fohlen bleiben einerseits früh alleine bei "Tante oder Onkel" auf der Weide zurück, andererseits nehme ich sie viel ins Gelände mit, sowohl beim Reiten als auch beim Fahren. Sie dürfen dabei meist frei laufen, müssen aber auch als Handpferd gehen, wenn es die Situation erfordert. Was die Fohlen jetzt lernen, vergessen sie auch während der Freiheit der extensiven Aufzucht nicht.

Handpferdereiten macht Spaß! (c) Katharina Möbius

Runa im Trail - bei gegenseitigem Vertrauen mühelos. (c) Astrid Holm

Wenn der Ernst des Lebens langsam beginnt, werden die Dreieinhalbjährigen als Handpferd ins Gelände mitgenommen, ab und zu longiert und am Boden gearbeitet. Beim Spazierengehen lernen sie, den Reiter zu tragen und werden von Anfang an zu zuverlässigen, gelassenen Wanderreit- und Geländepferden ausgebildet. Das gleichzeitige Einfahren geht völlig problemlos, da meine Pferde die Kutsche ja noch aus der Kindheit kennen.

Mit Unika als Einspänner im Herbstlicht am Seddiner See - Brandenburgs Natur genießen. (c) Katharina Möbius

Fjordpferde sind die idealen Kutschpferde - hier "in action" auf den Hengstparaden in Neustadt/Dosse. (c) Jörg Kotenbeutel

Mit den Vierjährigen beginne ich sporadisch, dressurmäßig auf dem Platz zu arbeiten, wobei ich mich an die Grundausbildung in der klassischen Dressur anlehne. Gymnastizierung durch Seitengänge, Durchlässigkeit und feine Hilfengebung sind mein Ziel. Und bereits der Weg macht mir und meinen Pferden Spaß. Mein Traum ist es, die Harmonie, Freude und Leichtigkeit zu erreichen, die Barbara Heilmeyer mit ihrer Fjordstute Thirza eindrucksvoll demonstriert.

Runa lernt die Seitengänge. (c) Katharina Möbius

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© Katharina Möbius
14. 10. 2000